
Zwar arbeiten immer mehr Frauen in handwerklichen oder technischen Berufen, doch ihre Arbeitskleidung stammt meist aus der Männerkollektion. Das ist nicht nur unbequem, sondern auch ein unterschätztes Sicherheitsrisiko. Warum bedarfsgerechte Berufskleidung für Damen längst keine Stilfrage mehr ist, weiss Textildienstleister Mewa.
Dass Frauen im Handwerk ankommen, belegen die Zahlen des BFS (Bundesamt für Statistik). Über alle Handwerksberufe hinweg stellen Frauen inzwischen etwa ein Fünftel der Beschäftigten. Nach Auswertung einzelner Verbände liegt der Anteil z.B. im Baugewerbe bei ca. 15%, im Ausbaugewerbe bei sogar 40%. Etwa 20% der klassischen Handwerksbetriebe werden inzwischen von Inhaberinnen oder Geschäftsführerinnen geführt oder mitgeleitet. Mit wachsendem Frauenanteil verändern sich nicht nur die Teamstrukturen, sondern auch die Anforderungen an die Ausstattung. Betriebe stehen daher vor der Frage, wie sie ihre Mitarbeitenden so ausstatten, dass diese sicher, komfortabel und leistungsfähig arbeiten können. Dabei ist die Passform von Berufs-kleidung längst kein Detail mehr, denn sie beeinflusst Bewegungsfreiheit, Tragekomfort und damit auch den Arbeitsalltag.
Für gemischte Teams greifen viele Betriebe zu Unisex-Modellen, als scheinbar einfache, günstige Lösung. Der Haken: Unisex-Kollektionen basieren meist auf klassischen Herrenschnitten. Für Frauen bedeutet das oft eine falsche Passform, mit weiten, schlecht sitzenden Hosen, falschen Längen und eingeschränkter Bewegungsfreiheit. Was nach Details klingt, kann bei der Arbeit schnell zum Produktivitätsbremser oder sogar zur Gefahr werden. Der weibliche Körperbau unterscheidet sich anatomisch im Schnitt durch schmalere Schultern und Taille, breitere Hüften sowie eine kürzere Rückenlänge. Berufskleidung für Frauen wirkt dem mit angepasster Geometrie und Stretch-Einsätzen entgegen. Die Damenmodelle verzichten dabei nicht auf Stauraum und Werkzeug-taschen. Der Funktionsumfang ist nahezu identisch und Kniepolster sitzen dort, wo sie schützen sollen, nämlich am Knie und nicht am Schienbein.
Bei Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) endet die Komfortdebatte und es beginnt der Arbeitsschutz. PSA entfaltet ihre Schutzwirkung nur bei korrekter Passform. Eine Studie der RWTH Aachen hat Unfallmeldungen von Freiwilligen Feuerwehren ausgewertet und kam zu einem alarmierenden Ergebnis: Feuerwehrfrauen tragen ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie ihre männlichen Kollegen. Die Forschenden führend diesen Befund zumindest teilweise auf schlecht zugeschnittene Schutzkleidung zurück.
Bedarfsgerechte Ausstattung wirkt über den Schutz hinaus. In Zeiten des Fachkräftemangels ist die Frage, ob sich Mitarbeitende ernst genommen fühlen, längst ein Wettbewerbsfaktor. «Wer Frauen passende Kleidung zur Verfügung stellt, signalisiert: Ihr gehört dazu und seid mitgedacht», erklärt Silvia Mertens, Leitung Produktmanagement bei Mewa. Gleichzeitig zeigt sich hier ein oft unterschätzter Zusammenhang: Die Ausstattung beeinflusst unmittelbar die Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag. Wer sich nicht ständig mit verrutschender Kleidung oder eingeschränkter Bewegungsfreiheit beschäftigen muss, sondern sich in seiner Kleidung wohlfühlt, kann sich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren.
Bei Damenkleidung denkt man oft zuerst an die Farbe. Doch ein Damenschnitt bedeutet weit mehr. «Manche Frauen mit gerader Körperform fühlen sich in gut sitzenden Unisex- oder Herrenmodellen durchaus wohler und sollen die Wahl haben. Der Massstab darf nicht das Geschlecht auf dem Etikett sein, sondern die tatsächliche Passform am Körper», erklärt Silvia Mertens und «Genau deshalb ist es wichtig, dass Betriebe mehr als eine Option anbieten.» Spezielle Damen-Berufskleidung ist keine modische Geste, sondern eine Frage von Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Respekt. Viele Betriebe unterschätzen, dass gute Berufskleidung nicht beim Produkt endet. Erst im Alltag zeigt sich, ob die Ausstattung wirklich funktioniert. Der Rundum-Service von Mewa bietet Unternehmen passgenaue Berufskleidung und umfasst die Bereitstellung, Pflege, Reparatur und den Austausch der Textilien. Das reduziert den organisatorischen Aufwand auf Unternehmensseite und stellt sicher, dass Mitarbeitende jederzeit einsatzbereit sind und die Kleidung ihre Funktion behält. Ergänzt wird das Angebot durch einen Onlineshop mit Arbeitsschutzartikeln und Zubehör, der sich exklusiv an Mewa-Kunden richtet. So entsteht eine ganzheitliche Lösung, die Unternehmen im Arbeitsalltag entlastet.
Silvia Mertens
Leitung Produktmanagement
«Wer Frauen passende Kleidung zur Verfügung stellt, signalisiert: Ihr gehört dazu und seid mitgedacht»
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