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Gemeinsam den Kreislauf schliessen: Textilrecycling im europäischen Schulterschluss

21. Juli 2026
InnovationNachhaltigkeit
Auch im Textilbereich gilt: Je länger Produkte genutzt werden, desto geringer sind Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen. (Bild: VTT Studio / iStock / Getty Images Plus)

Mewa, Anbieter von Berufs- und Schutzkleidung im Rundum-Service, engagiert sich im europäischen Branchenverband European Textile Services Association (ETSA) für das Recycling von Textilien. Gemeinsam mit dem polnischen Recyclingunternehmen PPHU TUR und weiteren Partnern wird auf Verbandsebene daran gearbeitet, ausgediente Textilien wieder in den Kreislauf zurückzuführen.

Langlebigkeit, Wiederverwendung, Reparaturfähigkeit und Recycling sind laut EU die zentralen Prinzipien einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Auch im Textilbereich gilt: Je länger Produkte genutzt werden, desto geringer sind Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen.

Das Geschäftsmodell der Textildienstleistung setzt genau hier an. Betriebstextilien wie Arbeitskleidung, die im Rundum-Service bereitgestellt, gewaschen, repariert und wiederangeliefert werden, sind auf eine besonders lange Nutzungsdauer ausgelegt. Durch fachgerechte Pflege, Reparaturen und Wiederverwendung bleiben sie möglichst lange im Umlauf. Unternehmen, die Arbeitskleidung nicht kaufen, sondern im Rundum Service beziehen, leisten so bereits heute einen aktiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

Herausfordernd bleibt jedoch der letzte Schritt im Kreislauf: das Recycling. Hochwertige Berufsbekleidung besteht aus komplexen Mischgeweben und verfügt über funktionale Details wie Taschen oder Reflexelemente. Diese Qualität, die sich im Nutzungskreislauf als Vorteil erweist, macht das Recycling technisch anspruchsvoll.

Um tragfähige Lösungen zu entwickeln, engagiert sich der Textil-Service-Anbieter Mewa im Netzwerk der European Textil Service Association (ETSA) für das Recycling von Berufskleidung. Als europäischer Branchenverband bündelt ETSA die Expertise der Textildienstleister und bringt sie in die politische und fachliche Debatte auf EU Ebene und national über den Verband Textilpflege Schweiz (VTS) ein. Die Mewa-Unternehmensgruppe wiederum bietet in mehreren europäischen Ländern Berufs- und Schutzkleidung an. «Nur im Schulterschluss der Branche lassen sich Rahmenbedingungen schaffen, die textile Kreisläufe auch am Ende des Produktlebenszykus schliessen», begründet Björn Scheel, COO bei Mewa und Boardmitglied der ETSA, das Engagement der Unternehmensgruppe.

Deshalb arbeitet Mewa in einer ETSA Initiative mit dem polnischen Recyclingunternehmen PPHU TUR und weiteren europäischen Textildienstleistern aktiv daran, ausgediente Berufskleidung wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Die Textilien werden mechanisch recycelt und als Materialien, etwa für Dämmstoffe im Bauwesen oder für Anwendungen in der Automobilindustrie, weiterverwendet. Das reduziert nicht nur Abfälle, sondern bereichert auch den Beschaffungsmarkt für recycelte Materialien im B2B Bereich.

Parallel dazu treibt Mewa weitere Forschungsprojekte rund um Recycling und ökologische Nachhaltigkeit voran. Im vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten Projekt „TheKey“ wird daran gearbeitet, durch chemisches Recycling Mischgewebe wieder in PET- und Baumwollanteile zu trennen. Ziel ist es, Recyclingfasern so künftig als echten Rohstoff für neue Textilien nutzbar zu machen. «Ein wirklich geschlossener Kreislauf endet nicht mit der letzten Nutzung», so Dr. Diana Wolf, Forschung und Entwicklung für Umwelt- und Verfahrenstechnik bei Mewa. «Er beginnt dort, wo gemeinsam neue Lösungen entstehen.» Die Zusammenarbeit im ETSA Netzwerk ist für sie daher ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer leistungsfähigen, europäischen Kreislaufwirtschaft für Textilien.


Björn Scheel

COO bei Mewa und Boardmitglied der ETSA

«Nur im Schulterschluss der Branche lassen sich Rahmenbedingungen schaffen, die textile Kreisläufe auch am Ende des Produktlebenszykus schliessen»


Bild- und Filmmaterial

Auch im Textilbereich gilt: Je länger Produkte genutzt werden, desto geringer sind Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen. (Bild: VTT Studio / iStock / Getty Images Plus)

Auch im Textilbereich gilt: Je länger Produkte genutzt werden, desto geringer sind Ressourcenverbrauch und Abfallaufkommen. (Bild: VTT Studio / iStock / Getty Images Plus)

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