Wie mit einem textilen Putztuch-Service Entsorgungskosten gespart werden können

Angesichts steigender Entsorgungsgebühren, strengerer Umweltauflagen und eigener Nachhaltigkeitsziele prüfen immer mehr Industrie- und Handwerksbetriebe alternative Lösungen zu Einwegmaterialien, wie sie zum Beispiel zum Reinigen von Maschinen und Werkzeugen verwendet werden. Textile Mehrwegsysteme für Putztücher, Ölauffangmatten oder Schonbezüge für den Innenraum von Kraftfahrzeugen können hier einen wertvollen Beitrag leisten, um Industrieabfälle deutlich zu reduzieren und damit Entsorgungskosten zu senken. Praxisbeispiele zeigen, dass Putztuch-Services dazu beitragen können, Ressourcenverbrauch und Emissionen zu verringern sowie Abläufe in der Produktion zu optimieren.
Ein zentraler Faktor ist die Langlebigkeit und damit häufige Wiederverwendbarkeit von Textilien. Mehrwegputztücher des Dienstleisters Mewa können bis zu 50-mal gewaschen und erneut eingesetzt werden. Im Vergleich zu Einwegtüchern sinkt der Materialverbrauch um das Fünf- bis Achtfache. Gäbe es das Mewa-Putztuchsystem nicht, das europaweit in über 150.000 Betrieben eingesetzt wird, entstünden stattdessen jährlich mehrere Tausend Tonnen zusätzlicher Einwegabfälle. Da Putzmaterial häufig mit Ölen und Schmierstoffen verunreinigt ist, muss es entsprechend der Gefahrstoffverordnung entsorgt werden. Solange sich Putztücher im Servicekreislauf von Mewa befinden, gelten sie hingegen nicht als Abfall im Sinne des Umweltschutzgesetz (USG), sondern gelten als vom Dienstleister gewaschen und erneut eingesetzt. Hinzu kommt, dass durch die ungesicherte Lagerung ölverschmutzter Textilien eine zusätzliche Gefahrenquelle im Betrieb entsteht.
Abfallmenge halbiert, Entsorgungskosten reduziert
Welche Effekte sich daraus in der Praxis ergeben können, zeigt das Beispiel des portugiesischen Unternehmens Bloco Gráfico. Die Druckerei des Verlagshauses Porto Editora verfolgt seit Jahren eine nachhaltige Modernisierung ihrer Produktion und nutzt seit 2012 den Putztuch-Service von Mewa. «Als wir die textilen Putztücher einführten, konnten wir den kontaminierten Abfall sofort um mehr als 50 % reduzieren und damit unsere Abfallentsorgungskosten um 15 % senken», berichtet Einkaufsleiter Nuno Oliveira. Zuvor setzte das Unternehmen zur Reinigung von Maschinen und Druckplatten ein Papiervlies ein, das anschliessend als Sondermüll entsorgt werden musste. «Mit Gebühren von über 300 Euro pro Tonne stellte dies den grössten Posten bei den Abfallkosten dar», so Oliveira.
Optimierte Produktionsprozesse
Auch für die Druckerei Rainer Herrmann GmbH in Weinsheim/Rheinland-Pfalz kommt ausser Mehrwegtücher von Mewa nichts in Frage. «Wie achten auf Nachhaltigkeit», erklärt Geschäftsführer Axel Herrmann. «Wir erzeugen so wenig Fehldrucke wie möglich, setzen FSC-zertifiziertes Papier und mineralölfreie Druckfarben ein. Der Service von Mewa passt gut in dieses Konzept.» Kontaminierte Tücher, beispielsweise mit Farben, Drucköl, Verdünner, Druckgelee oder Rapid-Trockner, werden bei Mewa umweltgerecht behandelt. Axel Hermann: «Das Kreislaufsystem funktioniert ohne mein Dazutun und ist absolut kalkulierbar. Was will ich mehr?»
Kreislaufwirtschaft beginnt in der Herstellung
Die nachhaltige Ausrichtung der Mewa Dienstleistung beginnt bereits bei der Produktion der Putztücher. So bestehen die verwendeten Garne zu 50 Prozent aus recycelten Materialien. Die beim Webprozess entstehenden Baumwollflusen werden nicht entsorgt, sondern als Dämmmaterial in der Automobilindustrie weiterverwendet. Bei den Garnspulen kommen Mehrweg-Papphülsen zum Einsatz. Produziert werden die Putztücher in der unternehmenseigenen Weberei im nordhessischen Immenhausen.
Nachhaltigkeit als unternehmerisches Prinzip
Auch alle weiteren Aufbereitungs- und Logistikprozesse des Mewa Mehrwegsystems folgen dem Nachhaltigkeitsprinzip. Ein zentrales Element ist die energetische Nutzung der aus den Tüchern ausgewaschenen Schmutzstoffe. Dadurch lässt sich der Energiebedarf für die Trocknung der Putztücher bis zu 80 Prozent decken. Technische Massnahmen wie Hochtemperatur-Brennkammern und moderne Rauchgasreinigungssysteme sorgen dafür, dass die Belastung der Abluft die gesetzlichen Anforderungen noch unterschreitet. Weitere Einsparungen von Primärenergie werden durch Wärmerückgewinnung in Wasch- und Trocknungsanlagen sowie durch den schrittweisen Ausbau von Photovoltaik erzielt. Parallel stellt das Unternehmen seinen Fuhrpark sukzessive auf alternative Antriebsformen um, mit dem Ziel einer klimaneutralen Distribution. Auch beim Wasserverbrauch setzt das Mewa-System auf Kreislaufprinzipien. Spezielle Aufbereitungstechniken reduzieren den Frischwassereinsatz im Vergleich zu konventionellen Verfahren um bis zu 50 Prozent. In den unternehmenseigenen Anlagen wird beim Abwasser ein Reinigungsgrad von bis zu 99,8 Prozent erreicht. Waschmittel und Tenside werden bedarfsgerecht dosiert.
Bild- und Filmmaterial
Pressekontakt
MediaConsult
Herr Aurel Arienti Telefon: +41 79 420 62 72 mediaconsult@bluewin.ch
Industriestrasse 7 5432 Neuenhof
