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Wie Schutzkleidung in den Arbeitsalltag einzog: eine kleine Geschichte der PSA

Der Ende April stattgefundene Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz machte auf das Thema «Prävention von Berufskrankheiten» aufmerksam. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage: «Wie können Arbeitsbedingungen gesünder und sicherer und arbeitsbedingte Krankheiten und Unfälle vermieden werden»? Das Tragen von Schutzkleidung ist dabei ein wesentlicher Faktor. In den letzten 50 Jahren hat sich auf diesem Terrain viel getan: die Erweiterung der europäischen wie schweizerischen Richtlinien, die steigende Verantwortung des Arbeitgebers, leichte Gewebe, moderne Outfits und – damit verbunden – die wachsende Akzeptanz, Schutzkleidung zu tragen.

Das war nicht immer so. «Lange Zeit kam das Tragen von Schutzkleidung einer Strafe gleich: Die schützenden Gewebe, die in den 1960er und 1970er Jahren hergestellt wurden, hatten den Tragekomfort einer Ritterrüstung», sagt Thomas Hofmann, Geschäftsführer MEWA Service AG, Rothrist. Auch die ersten Sicherheitsschuhe, die um 1920 zum Einsatz kamen, waren schwere Treter, flexibel wie ein Brett. Dagegen ist die heutige Schuh-Generation mit Fersendämpfungssystem bequemer als mancher Freizeitschuh. Noch bis in die 1970er Jahre trug man in manchen Produktionshallen Holzpantinen. Undenkbar aus heutiger Sicht.


Rechtliche Regelung seit den sechziger Jahren

Erste Standards zur Gewebeprüfung bei der Herstellung von Schutzkleidung gab es in den 60er und 70er Jahren. Verschiedene Brennklassen und Aussagen über den Chemikalien-schutz entstanden in dieser Zeit. Mit den Richtlinien im Unfallversicherungsgesetz (UVG) und im Arbeitsgesetz (ArG) bestehen daher einheitliche Mindestvorschriften bei der Benutzung persönlicher Schutzausrüstung durch den Arbeitnehmer. Weitere rechtliche Bestimmungen finden sich u.a. in der Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV), die den Arbeitgeber in die Pflicht nimmt, dass Arbeitnehmer verletzt oder in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werden. Dabei sind auch Auswahl, Bereitstellung, Wartung, Reparatur, Ersatz sowie Lagerung von persönlichen Schutzausrüstungen durch den Arbeitgeber und seine Verpflichtung zu Unterweisung geregelt.

Leichte, leistungsfähige Gewebe

Währenddessen wurde in den Forschungslabors der Textilindustrie an der Weiterentwicklung der Fasern gearbeitet. Zwei Trends zeichnen sich ab: Erstens werden die innovative Gewebe immer leichter. Damit genügen sie den wachsenden ergonomischen Ansprüchen bei konti-nuierlich verbesserter Schutzfunktion. «Es gibt bereits Gewebe mit 350 Gramm pro Quad-ratmeter, die einer Schutzklassifizierung D3 entsprechen, das ist z.B. eine Schutzkleidung für hitzeexponiertes Arbeiten zum Schutz vor flüssigen Aluminiumspritzern», erklärt Thomas Hofmann. Zweitens: die Multifunktionalität. Inzwischen sind Gewebe Standard, die mehrere Schutzziele erfüllen, also z.B. Hitze- und Flammschutz plus Antistatik, Warnschutz plus Hit-zeschutz plus Chemikalienschutz und mehr, bieten.

Weitere Informationen zum Thema Schutzkleidung finden Sie hier:

Ihr Ansprechpartner

Herr Aurel Arienti

Media Consult

Stadtturmstrasse 18

5400 Baden