Normen entscheidend mit entwickeln – Am Beispiel RABC
Ein Beispiel aus dem Jahr 2000 zeigt, wie sich aus einer innovativen Überlegung von MEWA ein allgemeingültiger Qualitätsstandard abgeleitet hat:
Trotz strenger Hygieneauflagen in der Lebensmittelbranche war es üblich, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitskleidung zu Hause gewaschen haben. Eine „Hygienelücke″, denn nicht immer sind die individuellen Waschgepflogenheiten ein Garant für hygienisch einwandfreie Berufskleidung. Doch waschen professionelle Textildienstleister tatsächlich keimfreier? Im Zuge einer großen Qualitätsoffensive geht MEWA dieser Frage auf den Grund und nimmt die Berufskleidung von Kunden aus der Lebensmittel-, pharmazeutischen und kosmetischen Industrie genauer unter die Lupe.
Daraufhin prägt MEWA gemeinsam mit Prof. Dr. Johannes Krämer vom Institut für Mikrobiologie der Universität Bonn das „Risk Analysis and Biocontamination Control″-System (RABC-System) für Textil-Servicebetriebe entscheidend mit – und lässt als erstes Unternehmen der Branche Berufskleidung nach jedem Bearbeitungsschritt auf mögliche mikrobiologische Belastungen überprüfen. Die Tests berücksichtigen unter anderem sogenannte Kreuzkontaminationen, um zu verhindern, dass zum Beispiel Edelschimmel-Bakterien aus der Käseproduktion über die Kleidung in Brauereien oder Bäckereien landen.
Wieder einmal setzt MEWA Maßstäbe. Die Qualitätsstandards made by MEWA werden zur Grundlage für die neue europäische Hygienenorm EN 14065.